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  • AutorenbildKatharina Böckler

Gedanken …über Neid. Teil 1


Berlin Familienbegleitung Stillberatung Schlafberatung Beikostberatung Baby Kleinkind

Ich muss zugeben, manchmal bin ich neidisch auf meinen Mann.

Darauf, dass er jeden Morgen allein duschen kann. (Wenn ich mich jetzt auch nur ein bisschen bewege, wacht das Baby auf. Und ab dann kann ich gar nichts mehr allein machen.)


Darauf, dass er morgens seinen Anzug anzieht und abends immer noch schick aussieht.

(Ich habe ständig irgendwo Babykotze kleben und muss mich mehrmals umziehen.)


Darauf, dass er auf dem Arbeitsweg in der Bahn einfach nur so dasitzen und nichts machen muss. (Wenn ich mit Kind und Kegel das Haus verlasse, gleicht das einem Umzug und aus dem Fenster starren kann ich schon mal gar nicht, sondern brauche eher acht Arme, um alle(s) beisammen zu halten.)


Darauf, dass er sich mit seinen Kolleg*innen austauschen kann.

(Wann habe ich mich zuletzt (ungestört und ohne nebenbei das Baby zu betuddeln) mit einem anderen Erwachsenen unterhalten?)


Darauf, dass er sich zum Mittag einfach fix ne Currywurst holt.

(Ich muss täglich schnell, frisch und gesund kochen und nebenbei die Kinder bespaßen.)


Darauf, dass er arbeiten gehen darf/ muss.

(Selbst wenn die Kinder krank sind, muss ich alles allein stemmen und auffangen, denn irgendwie muss das Geld ja verdient werden.)


Darauf, dass er nach der Arbeit noch schnell allein einkaufen geht.

(Schon mal mit Baby und Kleinkind einkaufen gewesen?!)


Darauf, dass sein Körper ihm gehört und auch noch so aussieht wie vor der Schwangerschaft.

(So ein Wunder es alles auch ist, ich hätte gern mal wieder meinen Körper für mich allein.)


Darauf, dass er Termine unabhängig vereinbaren und allein wahrnehmen kann.

(Ich hab immer mindestens das Stillbaby dabei. Natürlich auch beim Frauenarzt. Wenn’s blöd läuft, auch stillend auf „dem Stuhl“.)


Darauf, dass er abends ausgehen kann.

(Schade, wenn das Baby nicht wie geplant die abgepumpte Milch aus der Flasche trinkt und auch nur von Mama in den Schlaf getragen werden will.)


Darauf, dass er meistens nachts schläft wie ein Stein.

(Der Vergleich „Schlafen wie ein Baby“ kommt wohl von Kinderlosen.)


Ja, manchmal bin ich wirklich neidisch.

 

Fortsetzung folgt

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